Online-Werbung bleibt in Bewegung
Zwar surfen 70 Prozent der Deutschen regelmäßig im Internet, ein großer Teil davon hat jedoch einen Pop-up-Blocker installiert. Um die Werbebotschaft trotzdem an den User zu bringen, ist in der Werbewirtschaft Kreativität gefragt.
Dabei setzt man vor allem auf neue, bewegte Formate wie Streamings und Videos.
Die Nutzern ziehen dabei "Skyscraper", senkrechte Balken rechts neben dem redaktionellen Teil, anderen Werebformen wie etwa den lästigen Pop-ups vor. Auch der klassische "Bigsize Banner" oben auf der Website kommt bei fast einem Drittel der Nutzer gut an.
Das ist das Ergebnis einer Untersucung des deutschen Instituts TNS Emnid im Auftrag von Mediaedge:cia.
Die Studie im Detail [pdf, vier Seiten]Videos effektiver als Pop-ups
Das Streaming, als Weiterentwicklung von Pop-ups, zeigt zum Beispiel aktuelle TV-Spots, die für eine Website adaptiert wurden. Laut der Umfrage gefällt das Format jedem vierten User, bei den unter 30 Jährigen sogar jedem Dritten.
Eine andere relativ neue Online-Werbeform sind Video-Clips. Diese machen innerhalb von Skyscrapern oder Bigsize Bannern mit bewegten Bildern auf sich aufmerksam. Wenn man auf den Bildausschnitt klickt, breitet sich das Video über die ganze Website aus.
Diese vergleichsweise neuen Werbeformen sind auch deutlich effektiver als etwa Pop-ups. "Die Klickrate bei Video-Werbeformen liegt durchschnittlich zwischen drei und acht Prozent. Ein Pop-up klickt ungefähr ein Prozent der User an", so Stefan Portune, Director Digital Unit Mediaedge:cia.
Pop-ups sterben aus
Pop-ups kommen bei den Usern am schlechtesten an: 60 Prozent
gefallen sie [überhaupt] nicht, nur elf Prozent der Befragten haben
sich positiv geäußert. "Man kann schon sagen, dass das Pop-up eher
am Verschwinden ist", so Portune.
Auch nervende Werbung wirktDrittel hat Verständnis für Werbung
Generell gestört durch Online-Werbung fühlen sich knapp 40 Prozent der befragten User.
Mehr als ein Drittel findet es durchaus in Ordnung, wenn Werbung als Mittel zur Finanzierung einer Website eingesetzt wird, so die Studie.
Jeder Fünfte gab an, durch Online-Werbung schon auf interessante Angebote aufmerksam geworden zu sein. Männer werden dabei eher angesprochen als Frauen.
