Verbraucherschützer kämpfen gegen Spams
Im Kampf gegen die Flut unerwünschter Werbe-E-Mails können Computernutzer Spams künftig an eine neue Beschwerdestelle der deutschen Verbraucherzentralen weiterleiten.
Nach Prüfung sollen dann rechtliche Schritte gegen die Versender und Auftraggeber unternommen werden, wie der deutsche Bundesverband der Verbraucherzentralen [vzbv] am Donnerstag mitteilte. Ziel sei eine abschreckende Wirkung.
"Neben Unterlassungsklagen werden wir auch versuchen, Spammern ihre Gewinne abzunehmen", sagte vzbv-Experte Patrick von Braunmühl.
80 Prozent aller Mails sind Spam
Damit die Verbraucherschützer die E-Mails zurückverfolgen können,
müssen bei der Weiterleitung an die Beschwerdestelle die
"Header"-Zeilen mit Absender, Empfänger und Datum mitgesendet
werden. Die Zahl der Spams habe in den vergangenen Jahren Besorgnis
erregend zugenommen - ihr Anteil am Mailverkehr liegt bei bis zu 80
Prozent.
"Spam-Millionen" gegen Netz-KriminalitätSchärfere Gesetze gefordert
Das sei kein Kavaliersdelikt, sagte Von Braunmühl. "Es kostet Zeit, Geld und Nerven und schädigt Wirtschaft und Verbraucher gleichermaßen."
Nötig seien daher auch schärfere Gesetze, etwa die Verfolgung aller unerwünschter Werbe-E-Mails als Ordnungswidrigkeit. Die neue Beschwerdestelle ist Teil eines Anti-"Spam"-Projekts, das vom Bundesverbraucherministerium gefördert wird.
