"Spam-Millionen" gegen Netz-Kriminalität
Microsoft will die aus einem Vergleich mit dem selbst ernannten "Spam-König" Scott Richter erhaltenen sieben Millionen Dollar für die bessere Bekämpfung von Computerkriminalität nutzen.
Nach Begleichung der Gerichtskosten werde das Unternehmen "jeden Penny" dafür investieren, schrieb Microsoft-Anwalt Brad Smith in einem offenen Brief. "Fünf Millionen Dollar davon werden wir verwenden, um unsere Bemühungen im Internet weiter zu stärken und die Strafverfolgung von Computerkriminalität technisch und mit eigenen Nachforschungen zu unterstützen", sagte Smith.
Der jüngste Fall habe gezeigt, wie wichtig eine enge Partnerschaft zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor beim effektiven Kampf gegen Spam und andere Netzprobleme sein kann.
Spammer zahlt Microsoft sieben Mio. DollarNew York erhält eine Million Dollar
In Würdigung der Rolle, die der New Yorker Generalstaatsanwalt bei dem Vergleich gespielt habe, soll eine Million Dollar direkt an den Bundesstaat New York gehen und etwa für den Aufbau von Computer-Trainingsprogrammen genutzt werden.
Auf Initiative von Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer hatte sich der "Spam-King" Richter auf eine Geldstrafe von sieben Millionen Dollar eingelassen. Microsoft hatte ursprünglich 19 Millionen Dollar gefordert. Richter soll einer der weltweit aktivsten Versender von unerwünschter E-Mails gewesen sein. Der Geschäftsmann soll über seine Firma OptInRealBig.com einst über 38 Milliarden Spams im Jahr in die Welt geschickt haben.
