Kriminelle Energie speist Netz-Attacken
BotNets, Netzwerke ferngesteuerter Rechner, werden laut Symantec zunehmend zur "Vermietung" angeboten.
Dabei werden diese nicht nur zum Spam-Versand verwendet, auch DoS-Angriffe [Denial-of-Service-Attacken] seien im Ansteigen begriffen.
Von Jänner bis Juni 2005 zählte Symantec im Schnitt 10.352 aktive Bot-infizierte Computer pro Tag. Das ist eine Zunahme von mehr als 140 Prozent gegenüber dem vorherigen Untersuchungshalbjahr [4.348].
Die Zahl der DoS-Attacken stieg von durchschnittlich 119 auf 927 pro Tag, eine Zunahme von 680 Prozent in sechs Monaten. Neu sei, dass häufig kleine und mittlere Unternehmen ins Visier der Angreifer geraten.
Trojanische Pferde, Hintertüren
Von den 50 häufigsten Viren waren laut Symantec 37 in der Lage,
vertrauliche Angaben wie Kreditkarteninformationen und
Bankzugangscodes zu stehlen.
Trojaner bleiben die größte GefahrProfit als treibende Kraft
Auch "Auftragsarbeiten" werden demnach vergeben, um Konkurrenten zu schaden und an geheime Informationen in fremden Rechnern zu gelangen.
Als Motiv für das Schreiben von Viren und Trojanern setze sich zunehmend finanzieller Profit durch, so Symantec weiter. Im Vordergrund stünden nun nicht mehr Neugierde und technisches Wetteifern.
Da der finanzielle Gewinn im Vordergrund stehe, erwartet Symantec für die nächste Zeit noch ausgefeiltere Methoden für BotNets und BotCode, auch solche mit Tarnmechanismen, die darauf abzielen, Virenschutz, Firewalls und andere Sicherheitseinrichtungen außer Kraft zu setzen.
