Proteste gegen HP-Jobabbau
Der Geschäftsführer des US-Computerkonzerns Hewlett-Packard [HP] in Frankreich, Patrick Stark, hat Arbeitsminister Gerard Larcher in einer Aussprache zugesichert, dass der Verbleib von HP in Frankreich angesichts der Umstrukturierung in Europa "nicht in Frage" stehe.
Rund 2.000 Angestellte hatten am Freitag bei Demonstrationen und Streiks im ganzen Land gegen den geplanten Abbau von 1.240 der insgesamt 4.800 Posten in Frankreich protestiert.
Hewlett-Packard kündigte Anfang der Woche den Abbau von 6.000 Posten in ganz Europa an. Frankreich ist demnach das am stärksten betroffene europäische Land.
Kaum Betroffene in Österreich
Weltweit soll die Belegschaft von gegenwärtig 145.000
Mitarbeitern um zehn Prozent reduziert werden. In Österreich
beschäftigt der Computerkonzern ungefähr 800 Personen, sie sind von
dem Stellenabbau kaum betroffen.
Wo Hewlett-Packard in Europa sparen will"Brutale" Ankündigung
Larcher bezeichnete die Ankündigung des Konzerns in seiner Aussprache mit Stark als "brutal". "Weder die Arbeitnehmer noch die betroffenen Lokalkörperschaften wurden auf eine solche Entscheidung vorbereitet, umso mehr, als ein Sozialplan im Jahr 2003 bereits 1.389 Angestellte von HP getroffen hat", so der Minister nach dem Treffen.
Stark betonte, dass er nun Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern über das Ausmaß des Sozialplans aufnehmen werde. Die Streichungen der Posten werde "auf keinen Fall vor Mitte 2006" erfolgen.
