17.09.2005

DEMOS

Proteste gegen HP-Jobabbau

Der Geschäftsführer des US-Computerkonzerns Hewlett-Packard [HP] in Frankreich, Patrick Stark, hat Arbeitsminister Gerard Larcher in einer Aussprache zugesichert, dass der Verbleib von HP in Frankreich angesichts der Umstrukturierung in Europa "nicht in Frage" stehe.

Rund 2.000 Angestellte hatten am Freitag bei Demonstrationen und Streiks im ganzen Land gegen den geplanten Abbau von 1.240 der insgesamt 4.800 Posten in Frankreich protestiert.

Hewlett-Packard kündigte Anfang der Woche den Abbau von 6.000 Posten in ganz Europa an. Frankreich ist demnach das am stärksten betroffene europäische Land.

"Brutale" Ankündigung

Larcher bezeichnete die Ankündigung des Konzerns in seiner Aussprache mit Stark als "brutal". "Weder die Arbeitnehmer noch die betroffenen Lokalkörperschaften wurden auf eine solche Entscheidung vorbereitet, umso mehr, als ein Sozialplan im Jahr 2003 bereits 1.389 Angestellte von HP getroffen hat", so der Minister nach dem Treffen.

Stark betonte, dass er nun Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern über das Ausmaß des Sozialplans aufnehmen werde. Die Streichungen der Posten werde "auf keinen Fall vor Mitte 2006" erfolgen.