Wo Hewlett-Packard in Europa sparen will
Bis Ende 2006 werden 1.500 Stellen in Deutschland abgebaut, teilte der US-Computerhersteller Hewlett-Packard [HP] am Dienstag mit.
Nahezu alle Geschäftsbereiche seien von den Maßnahmen betroffen. Ziel sei ein sozialverträglicher Abbau der Arbeitsplätze, Entlassungen könnten aber nicht ausgeschlossen werden, so HP.
Knapp 6.000 in ganz Europa
Bereits am Montag hatte HP angekündigt, bis 2008 in Europa 5.969 Stellen zu streichen. 968 davon sollen in Großbritannien in den nächsten zwölf Monaten wegfallen, gab der Hersteller weiters bekannt.
Die Produktion werde davon wenig betroffen sein, so HP weiter, der Abbau betreffe hauptsächlich Human Ressources [Personalabteilung], die interne IT und Finanzen.
Weltweit will HP knapp ein Zehntel der rund 145.000 Arbeitsplätze abbauen. Der Computerhersteller beschäftigt in Europa 45.000 Mitarbeiter, davon 9.250 in Deutschland.
HPs Sparpläne werden konkret1.240 Stellen in Frankreich
In Frankreich sollen 1.240 Arbeitsplätze gestrichen werden, wurde am Montag bekannt. Die Gewerkschaften kündigten daraufhin Streiks an.
In Grenoble in Ostfrankreich legten am frühen Nachmittag bereits 300 Beschäftigte die Arbeit nieder. Dort sollen den Gewerkschaften zufolge insgesamt 500 der 2.100 Stellen wegfallen.
Weitere 8.500 Stellen sollen laut Angaben der französischen Gewerkschaften vom Wochenende vor allem in den USA wegfallen, in geringerer Zahl auch in Asien.
Keine Zahlen für Österreich
Für Österreich sind laut Konzern noch keine Zahlen bekannt, man hoffe aber, nicht über die natürliche Fluktuation von zwei bis vier Prozent jährlich hinauszukommen.
