12.09.2005

ABBAU

HPs Sparpläne werden konkret

HP bestätigte damit Angaben von Gewerkschaftsvertreter, die im Anschluss an eine Versammlung am französischen Firmensitz des Unternehmens bekannt wurden.

Diese Postenreduktion entspreche 26 Prozent der gesamten Belegschaft in Frankreich, so die Gewerkschaften in einer Aussendung.

"In Proportion ist Frankreich das weltweit vom Personalabbau am meisten betroffene Land", schrieben die Arbeitnehmervertreter weiter. Die Gewerkschaften riefen nach Bekanntgabe der Zahlen zur Streiks auf.

In Grenoble in Ostfrankreich legten am frühen Nachmittag zunächst 300 Beschäftigte die Arbeit nieder. Dort sollen den Gewerkschaften zufolge insgesamt 500 der 2.100 Stellen wegfallen.

Warten auf die Zahlen

HP kündigte zudem an, in ganz Europa 5.900 Stellen einsparen zu wollen.

Die restlichen 8.500 Stellen sollen laut Gewerkschaftsangaben vom Wochenende vor allem in den USA wegfallen, in geringerer Zahl auch in Asien. HP beschäftigt 45.000 Menschen in Europa, davon die Hälfte in Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Die deutsche HP-Zentrale wollte noch keine genauen Zahlen nennen. Das sei für den heutigen Tag nicht vorgesehen, so ein Sprecher. Zunächst würden Betriebsrat und Belegschaft informiert, die Veröffentlichung werde dann "in den nächsten zwei Tagen erfolgen".

HP muss drastisch sparen

Der Jobabbau ist Teil eines drastischen Sparprogramms, mit dem der Konzern seine Kosten ab 2007 um jährlich 1,9 Milliarden Dollar [knapp 1,6 Mrd. Euro] senken will.