Unternehmen gegen Handymasten-Steuer
Die österreichische Bevölkerung steht der niederösterreichischen Handymasten-Steuer Umfragen zufolge kritisch gegenüber, noch skeptischer sind laut einer Umfrage des Linzer Marktforschungsinstituts market allerdings die österreichischen Firmen.
69 Prozent der österreichischen Unternehmen sehen die Steuer als nicht gerechtfertigt, zumal die Handyuser diese Steuer zahlen müssen. 88 Prozent der befragten Unternehmer befürchten, dass die Steuer nicht die letzte ist, die in den nächsten Monaten und Jahren eingeführt wird.
74 Prozent halten die Steuer für ungerecht, weil beim Aufstellen der Handymasten bereits Steuern bezahlt werden mussten und die Handymasten daher doppelt besteuert werden.
58 Prozent sehen die Steuer als negativ für den Wirtschaftsstandort Österreich. Besonders groß ist diese Sorge bei größeren Unternehmen ab 100 Mitarbeitern und bei jenen Unternehmen, die durch den Export im internationalen Wettbewerb stehen.
EU-Kommission bekräftigt KritikStopfen der Budgetlöcher
57 Prozent der Befragten sehen die Investitionssicherheit in Österreich gefährdet, da im Nachhinein zusätzlich Steuern eingeführt werden. Die Hälfte der Unternehmen befürchtet rückläufigen privaten Konsum auf Grund der durch die Steuer zu erwartende Erhöhung der Handytarife
Wie die Mehrheit der Bevölkerung glauben auch die Unternehmer, dass es nur einen Grund für die neue Steuer gebe, nämlich die Geldbeschaffung. 67 Prozent glauben dass die Steuer zum Stopfen der Budgetlöcher diene, nur 26 Prozent sind der Meinung, dass die Zahl der Handymasten der Grund dafür ist. 58 Prozent haben kein Verständnis dafür, dass landeseigene Sendemasten der NÖKOM von der Steuer ausgenommen sind.
Die Forderung der niederösterreichischen Politiker nach einer gemeinsamen Infrastrukturgesellschaft für Mobilfunkbetreiber ist für 55 Prozent nicht verständlich, den Veto-Verzicht der Bundesregierung sehen 71 Prozent negativ.
