10.09.2005

ABBAU

HPs Sparpläne werden konkret

Die Hälfte davon sollen in Deutschland, Großbritannien und Frankreich wegfallen, sagte der französische Gewerkschaftsvertreter Marc-Antoine Marcantoni, der in Brüssel an einem Europa-Treffen des Konzerns in Brüssel teilgenommen hatte.

Die Zusammenkunft fand an einem geheimen Ort statt, HP-Mitarbeitern war unter Androhung von Sanktionen verboten worden, sich öffentlich zu äußern. Hewlett-Packard beschäftigt in Europa bisher rund 45.000 Mitarbeiter.

Bereits im Juli hatte Hewlett-Packard angekündigt, weltweit 14.500 Stellen streichen zu wollen. Das entspricht rund zehn Prozent der Belegschaft.

Drastisches Sparprogramm

Der Jobabbau ist Teil eines drastischen Sparprogramms, mit dem der Konzern seine Kosten ab 2007 um jährlich 1,9 Milliarden Dollar [knapp 1,6 Milliarden Euro] senken will.

Hinter dem Sparprogramm steht der neue HP-Chef Marc Hurd. Hurd erklärte im Juli bei Bekanntwerden des Sparprogramms, damit könne HP nun sein "wahres Potenzial entfalten" und sich wieder stärker den Kundenwünschen zuwenden. Experten hatten mit dem Abbau von bis zu 25.000 Stellen gerechnet.

Die Österreich-Tochter sei von dem Stellenabbau kaum betroffen, sagte HP-Österreich-Sprecherin Sonja Kölich damals. Man hoffe, die binnen der nächsten eineinhalb Jahre geforderten Stellenstreichungen über die natürliche Fluktuation spielen zu können, die aktuell bei zwei bis vier Prozent der Belegschaft pro Jahr liege.