Siemens baut Geschäftskundenvertrieb um
Siemens will den Geschäftskundenvertrieb seiner defizitären Kommunikations-Sparte umstrukturieren.
Bis Jänner 2006 solle der Geschäftskundenvertrieb neu organisiert werden, so ein Siemens-Sprecher. "Das Mittelstandsgeschäft soll vom Großkundengeschäft getrennt werden, um den unterschiedlichen Anforderungen Rechnung zu tragen."
Über die Details würden in den nächsten Wochen Gespräche mit dem Betriebsrat geführt. Von der Neuorganisation seien 4.630 Mitarbeiter betroffen.
Das Geschäft mit Großkunden solle künftig von der Regionalorganisation Deutschland betreut werden. In der Regionalorganisation hat Siemens seit rund einem Jahr seinen Vertrieb und den Service im Inland gebündelt.
Weltweit beschäftigt die Sparte Kommunikation [Com] 50.000 Mitarbeiter, davon rund 23.000 in Deutschland. Com gehört mit den IT-Dienstleistungen [SBS] und dem Logistik-Geschäft [L&A] zu den Problemsparten des Münchener Konzerns.
Siemens gliedert Schnurlostelefone ausGanswindt löst Pauly ab
Siemens-Vorstandsmitglied Thomas Ganswindt übernimmt zudem das Ruder der krisengeschüttelten Kommunikationssparte Com.
Ganswindt werde den Bereichsvorsitz selbst von Lothar Pauly übernehmen, der zur Deutschen Telekom wechselt, teilte Siemens mit.
Der 44-jährige Ganswindt ist bereits für das übergeordnete Arbeitsgebiet Information und Kommunikation verantwortlich, zu dem Com gehört. Pauly übernimmt die Führung von T-Systems und zieht in den Telekom-Vorstand ein.
