02.08.2005

GMBH

Siemens gliedert Schnurlostelefone aus

Ein Verkauf des profitablen Geschäfts mit etwa einer Milliarde Euro Umsatz sei derzeit kein Thema, betonte aber ein Siemens-Sprecher am Dienstag.

Durch die Ausgliederung könne man besser den besonderen Anforderungen im Konsumentengeschäft Rechnung tragen. Die Schnurlostelefone gehörten bisher zur kriselnden Siemens-Kommunikationssparte Com. Die neue Firma will sich auch verstärkt in der Unterhaltungselektronik engagieren.

Nach dem Handyverkauf sind die Schnurlostelefone das letzte Endkonsumenten-Geschäft, das Siemens komplett allein betreibt. Bei den PCs [Fujitsu Siemens].und bei der so genannten weißen Ware [Bosch Siemens Hausgeräte] hat sich der Konzern Partner gesucht.

Schwachstelle Endkunden-Geschäft

Auch im Unternehmen war eingeräumt worden, dass die Probleme bei den Handys unter anderem darauf zurückzuführen waren, dass Siemens als Industrieausrüster das Geschäft mit dem Endkunden nicht gut versteht.

Geleitet wird die neue Firma von Paul Reitmeier und Thomas Kresser. "Wir sind bereits weltweit Marktführer bei digitalen Schnurlostelefonen und bei Breitband-Produkten für Endverbraucher. Jetzt wollen wir auch unser Angebot an Entertainment-Produkten erweitern", sagte Reitmeier.