Großbritannien startet Gesichtskontrolle
Auf britischen Flughäfen wird ab Sommer ein Probelauf für den Einsatz von Gesichtsscannern gestartet.
Die automatisierten Kontrollschleusen sollen nach Angaben der britischen Regierung die Sicherheit verbessern und die Wartezeit der Flugpassagiere bei den Passkontrollen verringern, wie die BBC berichtet.
Besitzer eines britischen oder EU-Reisepasses mit biometrischen Daten sollen die speziellen Gates benutzen können, an denen das auf dem Chip gespeicherte digitale Foto mit dem Gesichtsscan gegengeprüft werden soll. Die Behörden erwarten sich von der Technologie mehr Effektivität im Kampf gegen Identitätsbetrug.
Vorsichtige Auswertung
Dennoch ist davon auszugehen, dass die Scanner in der Testphase vorsichtshalber noch mehr Fehlermeldungen ausgeben werden, um ganz sicherzugehen, dass niemand Verdächtiger durch das System rutscht.
Unbescholtene Passagiere, denen der Zutritt vom System verwehrt wird, sollen dann zu einem Beamten weitergeleitet werden, der die weitere Prüfung übernimmt. Eine zu hohe Fehlerrate könnte jedoch dazu führen, dass die Reisenden das System ablehnen.
Wenn das System sich bewährt, wollen die Briten entsprechende Kontrollpunkte bereits im nächsten Jahr landesweit einsetzen.
Der Biometriepass in Österreich
Innenminister Günther Platter [ÖVP] schickte den Gesetzesentwurf für die Einführung von Reisepässen mit Fingerabdruck am Freitag in Begutachtung. Die Abdrücke der beiden Zeigefinger im Chippass sind laut Platter zum "Schutz vor Missbrauch", nicht aber für polizeiliche Ermittlungen bestimmt.
(futurezone | BBC)
