Werk München steht vor Verkauf
Der Halbleiterhersteller Infineon verhandelt laut der "Financial Times Deutschland" [Mittwoch-Ausgabe] mit dem Erfurter Unternehmen X-Fab über den Verkauf seiner Chip-Produktion in München- Perlach.
Bereits in den kommenden Tagen solle eine Entscheidung fallen, wernn auch noch einiges an Personalfragen und "unterschiedlichen Geldvorstellungen" zu klären sei. Unterdessen hat sich der US-Chipkonzern AMD Infineon als Kooperationspartner bei Flash-Speicherchips angeboten.
Eine Kooperation bei Flash-Speichern sei "sogar sehr gut möglich", sagte AMD-Chef Hector Ruiz der "Süddeutschen". Schließlich haben AMD und Infineon bereits gemeinsame Ressourcen in Dresden nämlich das Maskenzentrum zur Produktion von Silizium-Wafern. Das Flash-Geschäft ist Teil der chronisch anfälligen Speichersparte von Infineon. Infineon und X-Fab wollten zu all dem keine Stellungnahme abgeben.
Infineon trennte sich erst Anfang August von seinem Geschäft mit Software-Lösungen für die Funktechnologie RFID [Radio Frequency Indentification]. Im Rahmen eines Management-Buy-out [MBO] ging das Geschäft im Juni an die im österreichischen Graz ansässige RF-iT Solutions GmbH.
RFID-Software nach Graz verkauftVon München-Perlach nach Villach
Ein Teil der Produktion in München-Perlach soll wie bereits im Februar angekündigt zum österreichischen Infineon-Produktionsstandort nach Villach verlagert werden.
Die Beschäftigten des bedrohten Werks in München-Perlach drohen unterdessen mit Streik. "Wir bereiten uns auf einen Arbeitskampf vor", sagte Michael Leppek von der Münchener IG Metall dem "Handelsblatt".
