Brisante Rechner vom Zollamt
Das deutsche Hauptzollamt Erfurt hat einem Bericht zufolge ungeprüft im Netz einen Computer mit Kinderpornos und Neonazi-Musik versteigert.
Die Zeitschrift "Computerbild" berichtete am Sonntag, sie habe acht Rechner von Staatsanwaltschaften, Zoll- und Finanzämtern aus ganz Deutschland auf der Website Zoll-Auktion.de ersteigert, auf der deutsche Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden ausrangierte, gepfändete oder beschlagnahmte Gegenstände verkaufen.
Mit einem handelsüblichen Datenrettungsprogramm habe das Magazin geprüft, ob die Datenträger der PCs vollständig gelöscht waren. Auf dem Computer vom Hauptzollamt Erfurt ließen sich neben privaten Fotos des früheren Besitzers und harmlosen MP3-Musikstücken auch Kinderpornos und Dutzende Neonazi-Lieder wiederherstellen, wie das Magazin berichtet.
Erst sichergestellt, dann offeriert
Der Rechner war nach den Recherchen des Magazins in Chemnitz
sichergestellt und später vom Zoll im Internet offeriert worden.
Zoll-Auktion.de will nun bis auf weiteres keine PCs mehr versteigern
lassen, wenn nicht die vollständige Löschung der Daten von der
Festplatte sichergestellt sei.
Gelöschte Festplatten als Sicherheitsrisiko
