Gelöschte Festplatten als Sicherheitsrisiko
Auf gelöschten Festplatten befinden sich oft noch sensible private oder geschäftliche Daten. Das ist das Ergebnis einer Studie des Berliner Software-Hauses "0&0", berichtete das ARD-Wirtschafts- und Verbrauchermagazin "plusminus".
Die Berliner Experten fanden auf zwei von drei gebrauchten Platten kritische Informationen. Bei der Untersuchung von 200 Festplatten, die über ein Internet-Auktionshaus ersteigert wurden, fanden die Experten der Informatikfirma teils hochsensible Firmendaten.
Ein Hamburger Informatik-Experte kritisierte nach Angaben des Magazins den Betriebssystem-Hersteller Microsoft. Das Unternehmen trage eine Mitschuld an der Datenschluderei.
Denn schließlich suggeriere Microsoft, dass das Windows-Betriebssystem die Daten durch Löschen oder Formatieren der Festplatte dauerhaft und zuverlässig vernichtet. Das sei aber nicht der Fall, denn es werde ja nur das Inhaltsverzeichnis gelöscht, die eigentlichen Daten aber blieben gespeichert.
Microsoft Deutschland wies diese Kritik mit dem Hinweis darauf zurück, dass die Windows-Nutzer eine einfache Benutzerführung verlangten.
Da es bisher keinerlei Beschwerden wegen der Löschroutine bei Microsoft gegeben habe, werde das Unternehmen das Betriebssystem auch nicht dahingehend ändern. Gleichwohl empfiehlt das Software-Unternehmen den Einsatz professioneller Lösch- Software.
Festplatte von Polizei bei eBay versteigert
