Siemens setzt auf Kooperation mit BenQ
Siemens plant nach dem Verkauf seines defizitären Handy-Geschäfts an BenQ eine enge Kooperation mit den taiwanischen Konzern.
"Wir bringen BenQ Aufträge. Wir bauen für unsere Kunden komplette Netze und bieten die Handys dazu an", sagte Siemens-Vorstand Thomas Ganswindt dem "Tagesspiegel" [Montagausgabe].
"Wenn wir bei BenQ einen signifikanten Anteil am Umsatz realisieren, dann ist das die stärkste Bindung die man haben kann." Damit habe Siemens noch einen erheblichen Einfluss auf die ehemalige Konzernsparte.
Die Zusammenarbeit sei zwar nicht vertraglich festgelegt. "Aber es gibt im Management auf beiden Seiten ein klares Verständnis, dass wir das Geschäft zusammen entwickeln. Dennoch müssen wir auch offen für andere Anbieter sein", sagte der Manager.
Bei der Problemsparte SBS macht er teilweise eine positive Entwicklung aus. Das Geschäft des unter Überkapazitäten leidenden IT-Dienstleisters wachse wieder. Mit der Ergbnissituation sei man aber gar nicht zufrieden, einen Verkauf will Ganswindt nicht grundsätzlich ausschließen. "Der Markt verändert sich sehr schnell", so der Siemens-Vorstand.
BenQ-Siemens-Handys für Businessuser
