Kodak muss 22.500 Arbeitsplätze streichen
Nun sollen insgesamt 22.500 bis 25.000 Arbeitsplätze verschwinden, während das ursprüngliche Umbauprogramm 2004 noch den Abbau von 15.000 Stellen vorsah.
Für das zweite Quartal wies Kodak am Mittwoch einen Verlust von 146 Mio. Dollar aus. Der Konzern versucht fieberhaft, auf digitale Produkte umzusteigen, da das traditionelle Fotogeschäft immer unwichtiger wird. Erst gestern hatten die Computerfirmen IBM und HP massive Stellenabbaupläne bekannt gegeben.
Auf die Österreich-Tochter von Kodak haben die Maßnahmen voraussichtlich keine Auswirkung. Erst im Vorjahr schloss Kodak Österreich sein Fotolabor in Wien-Auhof, wodurch 175 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verloren. Seit 2004 ist Kodak Österreich nur noch eine Vertriebs- und Servicegesellschaft mit 64 Mitarbeitern.
800 Mio. Dollar jährlich zusätzlich einsparen
Kodak werde rund 7.000 Stellen in den Produktionsbetrieben
zusätzlich abbauen und 2.300 Positionen in der Verwaltung, hieß es.
Dadurch sollen die Kosten zusätzlich um 800 Mio. Dollar im Jahr
gesenkt werden. Die Maßnahmen sollen rund 470 Mio. Dollar kosten.
Kodak ist Digicam-König in den USAKodak im Umbruch
Kodak-Konzernchef Antonio Perez verwies heute auf den "rascheren Verkaufsrückgang bei den traditionellen Verbraucherprodukten und -dienstleistungen". Deshalb müsse Kodak seine Kosten aggressiver senken.
Kodak befindet sich mitten in einer Umstellung auf digitale Produkte wie Digitalkameras, medizintechnische Diagnostik und entsprechende Dienstleistungen. Das Unternehmen wolle den Umbau innerhalb von 24 Monaten hinter sich bringen, erklärte Perez.
Im Rahmen des Anfang 2004 angekündigten Umbauprogramms baute Kodak bereits 13.475 Stellen ab. Die Gesamtbelastungen der Restrukturierung dürften auf 2,7 bis 3 Mrd. Dollar steigen gegenüber einer ursprünglichen Schätzung von 1,3 bis 1,7 Mrd. Dollar. Die jährlichen Kostenersparnisse sollen auf insgesamt 1,6 bis 1,8 Mrd. Dollar steigen gegenüber der ursprünglichen Schätzung von 0,8 bis 1,0 Mrd. Dollar.
