TiVo hilft seinen Werbekunden
Mit Logos versehen sollen Werbespots künftig als kleine Einblendung auch beim Schnellvorlauf rund eine Million TiVo-Kunden [der TiVo-Serie 2] auf sich aufmerksam machen.
Wenn der Kunde mehr dazu wissen will, kann er sich den Spot ansehen und seine Kontaktdaten via TiVo direkt an den Hersteller weitergeben - etwa um sich einen Katalog zuschicken zu lassen.
Man habe den Bedarf für mehr Werbeflächen bzw. -möglichkeiten gesehen, meint Kimber Sterling, bei TiVo zuständig für Werbung und Verkauf, auch um die Werbekunden zu unterstützen.
Schon bisher wurden längere Werbespots auf die TiVo-Geräte diskret heruntergeladen, nun allerdings werden diese auch offensiv beworben. Den Start machen der Autohersteller General Motors und Time Warners WB Television Network.
TiVo-Videorekorder zeichnen TV-Programme auf Festplatte auf und ermöglichen dadurch, Sendungen zu pausieren, vor- oder zurückzuspulen und Werbeblöcke auszublenden.
TiVo verdient an TV-Verhalten seiner UserWerber suchen Zielgruppe
Die Werbung sei ein substanzieller Wachstumsmarkt, so Sterling weiter. Die Werber seien angesichts der schwindenden Seherzahlen erpicht darauf, neue Wege zu finden, um ihre Zielgruppen zu erreichen.
Auch glauben sie, so TiVo, dass die Nutzer gerne Werbung sehen, obwohl die digitalen Videorekorder meistens gerade wegen der Möglichkeit Werbung überspringen zu können gekauft werden.
Zwischen fünf bis 15 Prozent der TiVo-Nutzer sehen sich längere Werbespots an, so Sterling. Diese Nummer erscheint zwar klein, bei insgesamt drei Millionen Kunden sind das genügend Seher, die ansonsten vielleicht nicht erreicht werden würden.
Zwischen fünf und 30 Prozent der Nutzer des neuen Angebots werden auch ihre Daten weitergeben, hofft Sterling.
Bisher kommen fast alle Einnahmen TiVos aus den Kunden-Abos. Diese zahlen entweder rund 13 Dollar pro Monat oder einen Einmalerlag von 300 Dollar für das Gerät und den Service.
