Keine Einigung in Diskussion um Netzkontrolle
Die UNO hat eine Expertengruppe damit beauftragt einen globalen Plan für die Kontrolle über das Internet auszuarbeiten. Diese konnte sich nun aber weder darauf einigen, wer diesen Job am besten machen könnte, noch wie es gemacht werden soll.
Anstattdessen wird die Working Group on Internet Governance [WGIG] nun zum Weltinformationsgipfel, der im November in Tunis stattfindet vier verschiedene Modelle für die Netzkontrolle vorschlagen. Weiters soll nach Wunsch der WGIG ein permanentes Forum für die Diskussion dieses doch heiklen Themas eingesetzt werden.
Derzeit kümmert sich die ICANN [Internet Corporation for Assigned Names and Numbers] um das Domain Name System, dies geschieht aber unter Kontrolle der USA.
Die USA haben zuletzt unmissverständlich klargestellt, dass sie gar nicht daran denken, die Verwaltung des Internets aus der Hand zu geben, sowohl bei den Root-Servern, die als Verteilerknoten eingesetzt werden, als auch bei der Aufsicht über ICANN.
USA wollen Netzverwaltung nicht aufgebenEngagement gegen Spam
Für die Errichtung einheitlicher technischer Standards im Netz sind etwa die International Telecommunication Union [ITU], die privat organisiserte Internet Engineering Task Force sowie die akademisch-orientierte W3C zuständig.
Unter den Vorschlägen der WGIG findet sich nun unter anderem eine Empfehlung zur Weiterführung des bestehenden Systems, eine weitere Variante sieht die Errichtung von drei Einrichtungen ein, die sich jeweils um grundsätzliche Richtlinien, die Beaufsichtigung und die globale Koordination kümmern. Die Gruppe empfahl weiters weltweit koordiniert gegen Spam vorzugehen.
