107 Kameras überwachen Shuttle-Start
Für den ersten Start einer bemannten Raumfähre nach der "Columbia"-Katastrophe vor zweieinhalb Jahren sind umfassende Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden.
"Discovery" soll mit siebenköpfiger Besatzung zu der in 400 Kilometer Höhe um die Erde kreisenden Internationalen Raumstation [ISS] fliegen, um Material für den weiteren Ausbau anzuliefern. Die Rückkehr zur Erde ist für 25. Juli geplant.
Die NASA behält den Start dabei mit insgesamt 107 Kameras im Auge, um etwaige Anzeichen von Beschädigungen sofort zu erkennen.
Wirbelstürme könnten Start verzögern
Wenn das Wetter - Wirbelstürme - den Start verzögern sollte, wäre
das nächste Zeitfenster für den Start erst wieder ab 9. September
offen.
Die Startvorbereitungen bei der NASAAuch Astronauten knipsen Fotos
Die Kameras sind rund um die Startrampe und in Entfernungen von sechs bis 60 Kilometern aufgestellt. Des Weiteren wird der Shuttle in den ersten zwei Minuten nach dem Start mittels On-Board-Kameras in Flugzeugen gefilmt.
Auch an der Raumfähre, den zwei Trägerraketen und den Außentanks selbst sind Kameras installiert, um etwaige Verschleißerscheinungen oder auch Eisbildung an der Außenhaut genau zu beobachten.
Bei der Internationalen Raumstation [ISS] angekommen, werden die zwei dort stationierten Astronauten Sergei Krikalev und John Phillips während der Wende zum Andocken Fotos des Shuttle-Unterbauchs schießen.
Anfang Februar 2003 hatte sich beim Columbia-Start ein Schaumstoffteil von einem Treibstofftank gelöst und eine Tragfläche der Fähre beschädigt. Beim Wiedereintreten in die Atmosphäre riss die Columbia auseinander.
Shuttle-Start rückt für NASA näherRettungsplan bei Defekten
Die Auswertung der hochauflösenden "Vorher"- und "Nachher"-Bilder soll bereits wenige Stunden nach dem Start beginnen.
Sollten Defekte entdeckt werden, wird der Shuttle nach NASA-Plänen an der ISS angedockt bleiben und die sieben Astronauten von einer anderen Raumfähre abgeholt werden. Das wäre die erste derartige Rettungsmission im All.
"Discovery" würde später losgelöst und in den Ozean fallen gelassen werden.
dieses Flugobjekt um 22:14 Uhr die Ostalpen überqueren wird.
Der Orbiter Discovery wird dabei eine ungewöhnlich Helligkeit
aufweisen,
die der des Jupiter beinahe entsprechen wird.
Ab 22.09 Uhr über Österreich
Kurz nach dem Start - genauer von 22:09 bis 22:14 Uhr - wird
Discovery als "hell leuchtendes ungewohntes Flugobjekt" über
Österreich zu sehen sein.
Space-Shuttle über Österreich zu sehen
