Microsoft will auch kleinen Softwaremarkt
Microsoft [MS] werde sein Softwareangebot für diese Firmen stetig erweitern, gab MS-Chef Steve Ballmer am Sonntag bei einer Konferenz mit seinen Partnern bekannt.
Damit stellt sich der Konzern aber auch in direkte Konkurrenz zu diesen Partnern, die kleinen Betrieben meist maßgeschneiderte Lösungen anbieten.
Genau diesen Markt habe MS nun im Auge, signalisierte Ballmer. Der Hersteller habe mehr als 200 Spezialisten, darunter Banker und Ärzte angeheuert, die helfen sollen, Software für die jeweilige Branche zu schreiben.
Ein entsprechendes Programm namens Small Business Accounting will Microsoft ebenfalls starten.
Ballmer geht davon aus, dass viele der derzeit handgefeilten Programme Standard-Software werden, also direkt aus der Box für das jeweilige Business eingesetzt werden können. Für den Markt für Business-Software erwartet er eine weitere Konsolidierung.
Microsoft begibt sich an die VirenfrontPartner sind vorsichtig
Die derzeitigen Partner sind entsprechend vorsichtig. Paul Kaeser von Lexware aus Deutschland etwa erwartet, dass Microsoft sehr wohl einige der Kunden des Unternehmens aufsammeln wird.
Mit dem Launch eines eigenen Programms würden die derzeitigen Partner zudem Konkurrenten, so Kaeser.
Er sei sich allerdings nicht so sicher, ob Microsoft auf dem Gebiet Lexwares gewinnen könne. Microsofts Software müsste sich mit den komplexen Regeln der Buchhaltung und Beschäftigung auf dem deutschen Markt auseinandersetzen, sieht der Lexware-Vertreter sehr wohl eine Chance.
"Wir wissen, dass Sachen aus Redmond manchmal nicht das richtige Gefühl für den europäischen Markt mit sich bringen", so Kaeser weiter.
Ballmer kündigte erneut an, dass Microsofts Suchmaschine MSN in den nächsten Jahren mit Google und Yahoo gleichziehen werde. MS investiere sehr ernsthaft in Dinge, die es einen Schritt vor die beiden Rivalen bringe.
Google bleibt beim Suchen unantastbar
