EU-Gericht wechselt Microsoft-Richter aus
Das EU-Gericht erster Instanz hat den Richter des Microsoft-Prozesses ausgewechselt.
Der Streit über Auflagen an den US-Softwareriesen für den Vertrieb seiner Windows-Software werde künftig von einem Kollegium aus 13 Richtern verhandelt, so ein Gerichtsvertreter.
Das Kollegium werde von Gerichtspräsident Bo Vesterdorf geleitet. Der federführende Richter sei John Cooke. Der bisher für den Fall zuständige Richter Hubert Legal sei nicht mehr an dem Verfahren beteiligt.
Der Gerichtsvertreter äußerte sich nicht zu Informationen aus mit dem Verfahren vertrauten Kreisen, dass Legal wegen eines umstrittenen Artikels über die Arbeitsweise des Gerichts von dem Fall entbunden wurde.
Die EU-Kommission hatte gegen Microsoft zahlreiche Auflagen für den Vertrieb seines Windows-Betriebssystems erlassen und zudem Erleichterungen für Microsoft-Konkurrenten verfügt.
Verzögerungen im MS-Verfahren befürchtet
