Dell und Napster auf Kundenjagd
Dell und Napster bieten US-Unis ein fertiges Paket aus Hard- und Software für ein legales Download-Service für Musik an.
Während Napster die Musik liefert, kommen von Dell die Blade-Server [PowerEdge 1855], die für mehr Bandbreite auf dem Campus sorgen sollen.
Die Colleges können damit lokal Musik aus dem Napster-Store speichern, damit die Studenten sich von dort aus mit Musik versorgen und nicht jeder neu aus dem Netz herunter lädt und damit die Leitungen belegt.
Als erste habe die Universität von Washington sich für das Service interessiert, das im Herbst dieses Jahres offiziell starten soll, so die Firmen. Die Uni bekommt zehn Blade-Server von Dell, darauf läuft die SuperPeer Cache Applikation von Napster, die die Inhalte verteilt.
Erst letzte Woche urteilte der oberste US-Gerichtshof, dass Tauschbörsen wie Grokster doch für die Copyright-Verletzungen ihrer User zur Verantwortung gezogen werden können.
Gericht entscheidet gegen TauschbörsenZudem können Professoren, Mitarbeiter und Studenten von Dell vergünstigte Hardware beziehen.
Die AngeboteDell bietet Rundum-Service an
Dell gab weiters an, dass man auch bei der Implementierung stark mit den Universitäten zusammenarbeiten will.
So will der Computerbauer Unterstützung bei der Vermarktung von Napster bieten sowie spezielle Preise für seine Musikplayer Digital Jukebox und für das Napster-Service selbst. Napster arbeitet bereits mit 13 Universitäten bei Online-Musik zusammen.
Für die Universitäten lohnt sich das Angebot, das nicht nur neue Studenten anlocken soll, sondern auch Klagen der Industrie und überfüllten und virenbefallenen Uni-Netzwerken vorbeugen soll. Die Industrie dagegen kann so die zukünftigen Kunden ans Zahlen gewöhnen.
