01.07.2005

DATENDIENSTE

Mobilkom meldet 3-G-Vollausbau

Die mobilkom bietet ihren Kunden nun österreichweit schnelle Datendienste an - mit den Technologien UMTS und EDGE erreicht der Mobilfunker nun eine Vollabdeckung.

Konkret werden 97 Prozent der Bevölkerung erreicht, 62 Prozent allein durch UMTS. Sowohl UMTS als auch EDGE werden zu den 3-G-Technologien gezählt und bieten Datenübertragungsraten von derzeit 384 bzw. rund 200 Kilobit pro Sekunde.

Das 3-G-Netz können sowohl entsprechend gerüstete Handys als auch Notebooks über den Umweg einer Datenkarte nutzen.

Flächendeckende Versorgung

"Wir haben Anfang des Jahres mit dem Ausbau von A1 UMTS + EDGE begonnen. Jetzt - nur wenige Monate später - ist die Versorgung in ganz Österreich flächendeckend", so Hannes Ametsreiter, Marketing-Vorstand der mobilkom austria. Mit den Datendiensten ist auch Roaming in 23 Ländern möglich.

Trotz einer drohenden Handymasten-Steuer will die mobilkom prinzipiell weiter in den Ausbau ihres 3-G-Netzes investieren. Die geplante Abgabe sei eine "bedauerliche Entwicklung", so Ametsreiter, in einem "willkürlichen Akt" sei die Aktion durchgepeitscht worden. Man werde nun sehr genau überlegen, wie und wo weiter investiert werde.

Es stehe nun "alles am Prüfstand", für den Fall der Fälle würden auch mehrere Gebührenoptionen geprüft, so Ametsreiter zu futurezone.ORF.at. An zusätzlichen Kosten werden allein für Niederösterreich 25 Millionen Euro veranschlagt.

Unabhängig davon wird bereits die nächste Ausbaustufe angedacht. HSDPA [High Speed Downlink Packet Access] soll das bestehende UMTS-Netz erweitern und Datenraten von theoretisch bis zu 2,4 Megabit pro Sekunde bieten. Bei HSDPA ist zusätzlich auch die Latenzzeit verringert, was eine schnellere Netzreaktion bedeutet.

Aufschwung beim Datengeschäft

Generell entwickelt sich das Datengeschäft zufrieden stellend. Datendienste haben bereits einen Anteil von 17 Prozent am Gesamtumsatz [inklusive neun Prozent SMS-Anteil], während die Zahl Ende 2004 noch bei 13 Prozent lag. Bis dato wurden mehr als 30.000 UMTS-Datenkarten verkauft - ein gewaltiger Sprung von den 7.000 GPRS-Karten, die in den Jahren zuvor abgesetzt wurden.