Magistrats-Linux so gut wie fertig
Auf die freien Software-Pakete Open Office und Mozilla Firefox können 7.500 der 16.000 Wiener Magistratsbeamten bereits zurückgreifen, für etwa 5.000 Mitarbeiter besteht nun auch die freie Wahl des Betriebssystems: Windows oder Linux.
Anfang Juli wird der neue Wiener Behörden-Desktop Wienux präsentiert. Wie Knoppix und Ubuntu basiert diese Zusammenstellung von Softwarepaketen auf der Debian-Distribution des freien Betriebssystems GNU/Linux.
Diese Distribution ist weniger für schnelle Versionenwechsel als für besonders hohe Systemstabilität bekannt. Debian ist zudem die einzige große GNU/Linux-Distribution, die firmenneutral ist: Sowohl bei Redhat [Redhat] wie bei Mandrake [Mandriva] und SuSe [Novell] sind direkte Firmeninteressen mit im Spiel, während Debian noch immer im freien Raum entwickelt wird.
Linux-Migration in Wien wird konkret16.000 Arbeitsplätze insgesamt
Die Stadt Wien setzt im Serverbereich bereits seit Jahren Open-Source-Soware ein. Auf Grund der dabei gewonnenen positiven Erfahrungen wurde eine Studie über den Einsatz von Open-Source-Software am Arbeitsplatz durchgeführt. Diese Studie ergab, dass von den 16.000 Arbeitsplätzen der Wiener Stadtverwaltung 7.500 auf das freie Office-Paket OpenOffice.org umsteigen können.
4.800 davon könnten statt MS-Windows sogar Linux einsetzen, aus Kostengründen plant die Stadt Wien eine sanfte Produkteinführung. Das ist möglich, da anders als in München, wo man von Windows NT umsteigen musste, keinerlei Migrationsdruck besteht. Anfang Juli präsentiert die MA 14, EDV-Abteilung der Stadt Wien, Wienux und die aktuelle OpenOffice.org-Version zum Kennenlernen und Ausprobieren.
