Eigene Spitzel-Abteilung in US-Firmen
Die Mehrheit aller US-Firmen mit 1.000 oder mehr Mitarbeitern lassen laut einer Studie des E-Mail-Sicherheitsspezialisten Proofpoint die ausgehenden E-Mails ihres Personals überprüfen - oder planen, das künftig zu tun.
Über ein Drittel der Firmen beschäftigt eigens Mitarbeiter, die ausschließlich für die Überwachung der Korrespondenz der Kollegen zuständig sind.
Ein Viertel der Unternehmen hat konkrete Pläne, künftig neue Mitarbeiter zu diesem Zweck einzustellen.
Laut einer Umfrage von Hitachi Data Systems im Mai 2004 überwacht auch in Österreich jeder zweite Betrieb den kompletten E-Mail-Schriftverkehr seiner Mitarbeiter routinemäßig.
Halb Österreich wird im Büro überwachtAngst vor Bekanntwerden von Interna
In den größten US-Konzernen mit über 20.000 Angestellten ist diese Praxis noch populärer. 40 Prozent dieser Firmen beschäftigen bereits Personal zur Überwachung der elektronischen Korrespondenz.
Besonders groß ist dabei die Angst, dass Firmengeheimnisse oder vertrauliche Daten an die Öffentlichkeit gelangen könnten.
Ebenso wird befürchtet, dass interne Memos nach außen weitergeleitet werden könnten.
Privates Mailen in geringem Umfang zulässig
Gibt es keine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber, so ist in
Österreich privates E-Mailen in geringem Umfang zulässig, so die
Arbeiterkammer. Dabei ist darauf zu achten, dass die Dienstpflichten
nicht vernachlässigt werden und sich das zeitliche Ausmaß, das man
dem persönlichen Schriftverkehr widmet, in Grenzen hält.
Wie viel privates E-Mailen im Job erlaubt ist
