DT-Konkurrenz klagt gegen Regulierer
Konkurrenten der Deutschen Telekom haben rund vier Wochen nach der Gebührensenkung für die Nutzung der Leitungen des Marktführers gegen die Entscheidung des Regulierers geklagt.
"Trotz der deutlich höheren Absenkung als bei bisherigen Entscheidungen zur 'letzten Meile' sind wir mit unserer Forderung nach einem Preis von unter zehn Euro nicht vollständig durchgedrungen", erläuterte der Präsident des Bundesverbandes der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften [BREKO], Peer Knauer, am Dienstag.
"Wir sehen aber gute Chancen, dass unsere Rechtsauffassung gerichtlich bestätigt wird." Elf Verbandsunternehmen hätten sich angeschlossen, darunter Netcologne, Tropolys und Versatel.
Der Verband, der vor allem die Berechnungsmethode des Regulierers kritisiert, rechnet nicht mit einer schnellen Entscheidung, da noch weitere Klagen gegen frühere Beschlüsse des Regulierers anhängig seien.
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post [RegTP] hatte den Preis für die Nutzung der Zugangsleitungen zu den Haushalten zum 1. April auf 10,65 Euro von 11,80 Euro gesenkt und war damit erneut nicht dem Antrag der Deutschen Telekom auf Erhöhung der Gebühr [auf 17,40 Euro] gefolgt. Der neue Preis für die "letzte Meile" gilt bis zum 31. März 2007.
Preisrutsch auf der "letzten Meile"
