Siemens-Strukturrevolution bleibt aus

aufsichtsrat
31.03.2008

Entscheidung über Spartenverkauf vertagt

Der Aufsichtsrat der Siemens AG Österreich hat am Montagnachmittag wie erwartet drei neue Vorstände bestellt und damit eine aus künftig fünf Personen bestehende Führung installiert.

Konkrete Entscheidungen über die Auslagerung bzw. den Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten wurden hingegen weitgehend vertagt.

Der einzig konkrete Beschluss, der diesbezüglich getroffen wurde, betraf den Verkauf der hauptsächlich in Deutschland aktiven BFE Studio- und Mediensysteme GmbH, die 267 Mitarbeiter beschäftigt. Für die Gebäudetechnik [950 Beschäftigte] werden Joint-Venture-Verhandlungen [vermutlich mit dem Tiroler Haustechnikspezialisten Ortner] geführt, bei der Elektronikfertigung SIMEA [1.100 Beschäftigte] sollen weitere Vorschläge des Vorstands abgewartet werden.

Ederer steht Osteuropa-Cluster vor

Arbeitsstiftungen seien vorerst keine geplant, sagte Siemens-Generaldirektorin Brigitte Ederer. Sie bleibt nicht nur an der Spitze von Siemens Österreich, sondern übernimmt mit der Neuordnung auch die Verantwortung für einen vergrößerten Osteuropa-Cluster. Finanzchef bleibt Reinhard Pinzer.

Neu: Hofstädter, Kappacher und Köppl

Die drei neuen Mitglieder des Vorstands sind Kurt Hofstädter [Industrie-Geschäft], Gunter Kappacher [Energie] und Wolfgang Köppl [Gesundheitstechnik].

Bisher wurde die Siemens AG Österreich von vier Vorständen geleitet. Neben Ederer und Pinzer gehörten dem Vierervorstand auch Georg Antesberger [59] und Franz Geiger [57] an. Sie scheiden im Zuge des Umbaus aus dem Vorstand aus.

(APA)