Siemens Österreich baut Vorstand um

konzerne
27.03.2008

Machtausweitung nach Osteuropa

Siemens Österreich wird im Rahmen des Konzernumbaus einen neuen Fünfervorstand samt neuer Vorstandsstruktur erhalten. Künftig sollen Generaldirektorin Brigitte Ederer und Finanzchef Reinhard Pinzer dem Vorstand vorstehen.

Daneben soll es im Vorstand drei neue Mitglieder geben - gemäß den neuen internationalen Siemens-Kernsparten für Industrie, Energie und Health Care. Ein entsprechender Bericht des "Format" wurde am Donnerstag in Konzernkreisen bestätigt. Offiziell fixiert werden soll die neue Struktur erst am Montag im Aufsichtsrat.

Für Osteuropa-Cluster zuständig

Alle fünf sollen laut Magazin ihre Funktionen für den gesamten Cluster Osteuropa ausüben, zu dem künftig 15 Länder zählen werden. Erst am Vortag war aus Konzernkreisen verlautet worden, dass Ederer fix dem neuen Regional-Cluster vorstehen werde.

Neuer Vorstand für den Sektor Industrie soll laut "Format" Kurt Hofstaedter, für den Energiebereich Gunter Kappacher werden, schreibt das Magazin. Die beiden 48-Jährigen kommen aus dem Konzern. Auch der "Standard" hatte die beiden bereits als aussichtsreichste Kandidaten für einen Einzug in den Siemens-Österreich-Vorstand gehandelt. Der Verantwortliche für Medizintechnik werde erst zum Wochenende fixiert, hieß es.

Bisher wurde die Siemens AG Österreich von vier Vorständen geleitet. Neben Ederer und Pinzer gehörten dem Vierervorstand auch Georg Antesberger [59] und Franz Geiger [57] an. Sie sollen wie berichtet im Zuge des Umbaus aus dem Vorstand ausscheiden.

(APA)