Gesichtserkennung in Fußballstadien
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 muss jeder Zuschauer damit rechnen, genau ins Visier der Behörden genommen zu werden.
Denn Videoüberwachung mit Gesichtserkennung und mobile Fingerabdrucksysteme werden in den Stadien zum Einsatz kommen. Das berichtet die "Berliner Zeitung".
Auch die Innenstadtbereiche sowie die Partymeilen rund um die Veranstaltungsorte sollen mit Kameras überwacht werden.
Der genaue Sicherheitsplan für die Fußball-WM wird am Mittwoch bei einer Sonderkonferenz der Innenminister in Stuttgart verabschiedet.
"Verwanzte Tickets" bei der Fußball-WM
Die 3,2 Millionen Tickets zur WM 2006 sind zudem mit Funkchips
[RFID] ausgestattet. Die Chips sollen die Tickets sicher gegen
Fälschungen machen und den Schwarzhandel eindämmen.
Philips liefert Funkchips für Fußball-WMMobiles Fingerabdrucksystem
Zum Teil werden in den Stadien Spezialkameras zum Einsatz kommen, die biometrische Gesichtsmerkmale von Personen erfassen. Diese Merkmale werden mit den Gesichtern bereits erfasster Hooligans und anderer Gewalttäter verglichen.
Stellt der Rechner eine Übereinstimmung fest, können Sicherheitskräfte an Ort und Stelle alarmiert werden, um den Verdächtigen zu kontrollieren.
Dabei wird das neu entwickelte mobilen Fingerabdrucksystem "Fast Identification" eingesetzt, das einen schnellen Abgleich verdächtiger Personen mit den Daten bereits erfasster gewalttätiger Hooligans und anderer Straftäter erlaubt.
Die Stadien
Insgesamt werden bei der WM 64 Partien in Berlin, Dortmund,
Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln,
Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart ausgetragen.
Deutsches Innenministerium zu "Fast Identification"
