Brain Force tief in den roten Zahlen
Einzig der Umsatz ist gestiegen
Der an der Wiener Börse notierte Software-Konzern Brain Force ist 2007 tief in die Verlustzone gerutscht.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern [EBIT] betrug den endgültigen Bilanzzahlen zufolge minus 16,7 Mio. Euro - im Jahr davor war noch ein Gewinn von 2,9 Mio. Euro erwirtschaftet worden.
Das Ergebnis je Aktie war mit minus 1,29 Euro [2006: plus 30 Cent] negativ, teilte das Unternehmen am Donnerstag ad hoc mit. Gestiegen ist einzig der Umsatz, der von 88,5 auf 98,3 Mio. Euro zulegte.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schrumpfte von 6,5 Mio. Euro auf 346.000 Euro. Das Ergebnis vor Steuern drehte von plus 3,2 Mio. auf minus 17,9 Mio. Euro, das Periodenergebnis verschlechterte sich von plus 4,2 auf minus 19,9 Mio. Euro.
Zuletzt hatten die Beteiligungsgesellschaft UIAG und ihr Mehrheitsaktionär, der Industrielle Stefan Pierer, ihr Angebot für eine Übernahme von Brain Force erneuert.
Weitere Umsatzsteigerung erwartet
Die Bilanzsumme der Brain Force Holding lag am Stichtag 31. Dezember 2007 bei 74,34 Mio. Euro. Das Eigenkapital erreichte 26,27 Mio. Euro. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 35,3 Prozent. Die Nettoverschuldung lag bei 6,53 Mio. Euro, was einem Gearing von 24,9 Prozent entspricht. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf 9,4 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigte 1.146 Mitarbeiter, davon 283 freie.
Für das Wirtschaftsjahr 2008 erwartet das Management eigenen Angaben zufolge eine Umsatzsteigerung auf über 100 Mio. Euro und einen Turn-around mit einem EBIT zwischen zwei und drei Mio. Euro.
(APA)
