Siemens-Betriebsrat verbreitet Optimismus

konzerne
25.03.2008

Wien soll Osteuropa-Zentrale werden

Laut Fritz Hagl, Obmann des Zentralbetriebsrats von Siemens Österreich, sollen die Osteuropa-Kompetenzen der Wiener Tochter ausgeweitet werden. Weiterhin zeichne sich im Konflikt um Auslagerungen eine Annäherung zwischen Management und Betriebsrat ab. Wie bereits berichtet, sollen künftig Österreich, Ungarn, Tschechien und Rumänien zu einem "Cluster Osteuropa" zusammengefasst werden.

Wien als Zentrale?

Laut Hagl kämen die Länder zur bestehenden, von Österreich aus betreuten Region [Slowakei, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Rumänien, Bulgarien] dazu. Offen ist noch, wer die Führungsfunktion im Cluster Osteuropa übernimmt. Hagl geht aber davon aus, dass - schon alleine wegen des hier versammelten Know-hows - das nur Wien sein könne.

Auf die Österreich-Niederlassung käme durch die Ausdehnung der Ostaktivitäten auf jeden Fall eine große Herausforderung zu. So werde es nötig sein, einerseits Mitarbeiter aus Österreich in die neu dazukommenden Länder zu schicken, aber auch gleichzeitig osteuropäische Mitarbeiter in Österreich weiterzubilden.

Eine Entwarnung gibt es im Arbeitskonflikt um die Auslagerung von drei Teilbereichen von Siemens Österreich. Hier würden die Gespräche mittlerweile recht gut laufen. Hagl zeigte sich zuversichtlich, dass hier ein "österreichischer Weg" gefunden werde.

(APA)