16-Jähriger stahl Quellcode von Cisco
Der Netzwerkspezialist Cisco hat bekannt gegeben, dass die schwedische Polizei für den Diebstahl des Source-Codes seines Betriebsystems IOS im vergangenen Jahr einen Verdächtigen gefunden habe.
Der erst 16-Jährige ist in Schweden bereits aktenkundig, weil er Computer der Universität von Uppsala gehackt hat.
Laut Angaben der Polizei habe bereits ein Informationsaustausch mit dem FBI stattgefunden. Es gebe aber keinen formalen Auftrag, den Teenager zu verhören oder festzunehmen.
Der Quellcode des Betriebssystems IOS, das Router und Switches von Cisco steuert, wurde im Mai 2004 entwendet und auf einer russischen Website gepostet. Cisco betonte mehrmals, dass seine Produkte dadurch nicht gefährdet wurden.
Cisco sieht keine Gefahr durch Code-LeakTeil eines Großangriffs
Wie die "New York Times" berichtet, soll der Diebstahl bei Cisco Teil einer größeren Hacking-Aktion bei mehreren Computersystemen von US-Behörden und -Universitäten gewesen sein.
So wurde im April 2004 auch in mehre Supercomputer, die am High-Speed-Netzwerk TeraGrid hängen, eingebrochen. Auf sensible Daten konnte dabei allerdings nicht zugegriffen werden.
Im September wurde bereits ein 20-jähriger Brite in zusammenhang mit dem Cisco-Hack verhaftet, seine Schuld konnte allerdings nicht bewiesen werden.
