Umsatzrückgang bei FSC Österreich
Der Umsatz gab um vier Prozent von 126 auf 121 Mio. Euro nach. Heuer will das Unternehmen auf 140,5 Mio. Euro zulegen.
Wachstumstreiber sollen, wie auch in den vergangenen Jahren, die Notebooks sein.
Im Bereich der tragbaren Computer konnte Fujitsu Siemens Österreich im Vorjahr als Marktführer um knapp 72 Prozent zulegen. Verfolger IBM wies ein Plus von 42 Prozent aus, erklärte FSC-Chef Peter Trawnicek.
Auf dem Servermarkt habe es ebenfalls einen kräftigen Zuwachs, bei den Desktops ein leichtes Minus gegeben.
"Österreich ist ein Beziehungsmarkt"
Künftig will sich Trawnicek,verstärkt auf den Vertrieb über
lokale Anbieter konzentrieren. Das sei zwar ein vergleichbares
Modell, wie es auch Mitbewerber Dell nutzt, man habe aber die
besseren persönlichen Kontakte, betonte der FSC-Chef. Und weiter:
"Österreich ist ein Beziehungsmarkt."
Fujitsu Siemens ÖsterreichStandortvorteil gegenüber Asiaten
Der Kundenkontakt soll durch ein Mitarbeiterplus von acht bis zehn Prozent weiter verbessert werden. Derzeit beschäftigt das Unternehmen in Österreich rund 70 Mitarbeiter.
Zu der Diskussion über eine Mehrarbeit ohne Lohnausgleich im Hauptwerk in Augsburg [Deutschland] meinte Trawnicek, dass dies nicht der Vorbote für ein Ende der Produktion in Europa sei.
Die Arbeitskosten würden bei einem 300-Euro-PC lediglich 29 Euro betragen.
Hingegen habe man durch den Standort Europa für das Europa-Geschäft einen Zeitvorsprung von rund drei Monaten gegenüber asiatischen Herstellern, die ihre Desktops verschiffen müssen.
Bei Notebooks sei die Zeitspanne durch den Lufttransport geringer, hier stelle sich aber die Frage, wie ökologisch sinnvoll das sei. Außerdem würden die Computer in Europa umweltfreundlicher produziert.
Mehr Arbeit für Fujitsu-Siemens-ArbeiterDer Gesamtkonzern hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2004/05 kräftig gesteigert. Der Vorsteuergewinn hat um 53 Prozent auf rund 95 Mio. Euro, der Umsatz um 14 Prozent auf 6,018 Mrd. Euro zugelegt.
Gute Zahlen von Fujitsu Siemens
