25.04.2005

Ö-MOBILFUNKER

Weiter Ärger um Terminierungsentgelte

Die Telekom-Regulierungsbehörde RTR will ihren Kurs zur Schritt-für-Schritt-Senkung der Terminierungsentgelte im Mobilfunk bis Ende 2011 trotz nicht abklingender Kritik seitens der österreichischen Mobilfunker beibehalten.

Der fünftgrößte heimische Handynetzbetreiber Hutchison ["3"] hat am Montag die Diskussion um die Terminierungsentgelte wieder entfacht, die die Handynetzbetreiber ihren Mitbewerbern für die Zustellung von Gesprächen in die jeweiligen Mobilfunknetze bezahlen müssen. Gemessen an den EU-Vorgaben seien die Entgelte laut Hutchison um etwa vier Cent zu hoch.

Dabei gehe es für die vier großen Anbieter Mobilkom, T-Mobile, One und tele.ring um einen "Übergewinn" von in Summe 182 Mio. Euro. Hutchison hat nun eine Beschwerde bei der Telekom-Regulierungsbehörde eingebracht.

Hutchison rechnet mit Festnetz-Hilfe

Die RTR und die Telekom-Kontroll-Kommission TKK hätten jedoch "ihre Haltung im Positionspapier dargelegt, begründet und veröffentlicht". Derzeit bestehe "keine Veranlassung, von dieser Position abzugehen", erklärte eine RTR-Sprecherin in Reaktion auf die Kritik von Hutchison.

Notfalls werde man bis zur EU gehen, sagte Hutchison-Austria-Chef Berthold Thoma am Montag. Vor allem Gespräche vom Festnetz ins Mobilfunknetz würden dadurch nach Meinung von Hutchison deutlich billiger werden.

Daher erwartet Thoma, dass sich - abgesehen von der Telekom Austria - auch die heimischen Festnetzbetreiber der Klage anschließen werden. Eine Entscheidung wird für Ende August erwartet.