Betandwin-Hoch lässt Vorstände kassieren
Die Vorstände des börsennotierten Internet-Wettanbieters betandwin, Manfred Bodner und Norbert Teufelberger, sind dank des hohen Aktienkurses ihres Unternehmens offenbar die höchstdotierten Manager Österreichs.
Dank spezieller Stock-Options und des normalen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms verfügen die beiden über Aktienpakete im Wert von je rund 28 Mio. Euro, hieß es am Sonntag in einer Vorausmeldung für die am Dienstag erscheinende Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend".
Die Stock-Options seien dem Duo vor zwei Jahren zusätzlich zum normalen Gehalt eingeräumt worden. Dafür bekämen sie nun jeweils rund 200.000 Unternehmensaktien - zu einem Ausübungspreis von 4,05 Euro. Zusätzlich können und konnten Bodner und Teufelberger für 2004 Aktien aus dem normalen Mitarbeiterbeteiligungsprogramm beziehen.
In Summe sei ihr Paket - berechnet am Durchschnittskurs der betwandwin-Aktie des Monats April von etwa 100 Euro - jeweils um die 28 Mio. Euro wert.
Die Aussicht auf eine weitere Verdoppelung des Umsatzes und der mutige Ausblick für 2005 trugen die betandwin-Aktie vergangene Woche in luftige Höhen. Wie zu Dot.com-Zeiten ist nun ein Aktiensplit vorgesehen.
Betandwin auf HöhenflugZustimmung zur Optionsausübung
Bodner sieht die Sache nicht als Gehalt im üblichen Sinn: "Eigentlich sehen wir uns ja mit unserem zehn Prozent Anteil als Miteigentümer der Firma." Zum Vergleich: Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, wurde 2004 mit knapp über zehn Mio. Euro entlohnt.
In Österreich galt bisher Andreas Treichl, der Chef der Erste Bank, mit einer Gage von 4,5 Mio. Euro als bestbezahlter Manager. Der Aufsichtsratsvorsitzende von betandwin, Hannes Androsch, habe seine Zustimmung zur Optionsausübung jedenfalls bereits signalisiert.
