Gegen den Computer wuzzeln
War bisher noch zumindest ein gegnerischer Mitspieler nötig, um den Ball am Rollen zu halten, ist nun auch das tägliche Solotraining möglich.
Denn seit Jahresanfang ist der virtuelle Ratschbumm-Gegner "StarKick" kommerziell erhältlich.
"StarKick" basiert auf dem von deutschen Forschern entwickelten Tischfußball-Roboter "KiRo". Einige Jahren feilten die Freiburger Entwickler an den fußballerischen Fähigkeiten des Bots.
Der Kicker-Roboter im Detail [Videos]Doch die Entwicklungsarbeit ist mit der Kommerzialisuerng noch längst nicht abgeschlossen. Nach den Vorstellungen der Freiburger Forscher soll der Roboter schon in wenigen Jahren in der Lage sein, den menschlichen Weltmeister zu besiegen.
Tischfußball-Bot soll unschlagbar werdenFünfzig Bilder in der Sekunde
Das "KiRo"-System arbeitet völlig autonom. Über eine Kamera wird das Spielfeld erfasst und die Software entscheidet in Abhängigkeit von der aktuellen Spielsituation, wie sich die Stangen bewegen sollen.
Alle 20 Millisekunden wird das Bild an den PC übertragen und eine Aktion gesetzt.
Während bei "KiRo" die Kamera noch über dem Spielfeld befestigt ist, fand diese in der Kommerzversion unterhalb des Spielfeldes Platz.
Um den Einfluss von Fremdlicht zu reduzieren, wird beim "Star-Kick" von Gauselmann zur Detektion Infrarot-Licht eingesetzt.
Über LEDs, die an beiden Seiten des Kickers im Innenraum angebracht sind, entsteht unterhalb der Füße der Spielerfiguren ein Infrarot-Lichtgitter, das die Position des Balles markiert.
Oberfläche erscheint grün
Das Spielfeld besteht aus einer sandgestrahlten Glasplatte und
ist folienbeschichtet. Infrarot-Licht durchdringt die Folie, grün
anteiliges Licht wird reflektiert.
"Star-Kick" von GauselmannNachrüstbar
Für einsame Stunden kann jeder beliebige Wuzzler mit dem "KiRo"-System zum virtuellen Sparringpartner nachgerüstet werden.
Die Antriebe für die Spielerstangen können an jeden Kickertisch montiert werden.
Damit der gemeinschaftliche Spaß beim Kicken nicht völlig auf der Strecke bleibt, kann man den Baller-Computer auch im Zweierteam bekämpfen.
