22.04.2005

SMS UND E-MAIL

Papst bleibt moderner Kommunikation treu

Erstmals seit seiner Wahl am Dienstag hat sich Benedikt XVI. nun auch per SMS an Gläubige in Italien gewandt.

"Lasst uns vorwärts gehen in Freude über den auferstandenen Christus und in Vertrauen auf seine ständige Hilfe", hieß es in einer Kurzmitteilung, die Abonnenten des italienischen Mobilfunkanbieters TIM am Donnerstag auf ihren Handys empfangen konnten.

Doch auch eigene E-Mail-Adressen hat der neue Papst bereits erhalten. Wer auf der Website des Vatikans die deutsche Version auswählt, kann ihm von dort über benediktxvi@vatican.va ein Glückwunschmail schicken

Für die fünf anderen Sprachen gibt es jeweils eigene E-Mail-Adressen. Der Vatikan hat bis jetzt nicht bekannt gegeben, wie viele Nachrichten der Papst auf diese Weise erhalten hat.

Welche Nachricht ankommt

Der frühere Papst Johannes Paul II. konnte als erster Papst das Internet für seine Zwecke nutzen, auch die Nachricht über seinen Tod ging per E-Mail und SMS an die Medien.

In den letzten Wochen seiner schweren Krankheit habe der Papst zehntausende Nachrichten erhalten, gab der Vatikan bekannt.

Nicht klar ist, wie viele der Nachrichten den jeweiligen Papst wirklich erreichen. Laut Angaben hat Johannes Paul II. auch während seiner Klinikaufenthalte E-Mails gezeigt bekommen, alle Nachrichten an ihn sollen eine offizielle Antwort erhalten.

Die Unterstützung des letzten Papstes für moderne Kommunikationswege hatte jedoch Grenzen. So sagte er zuletzt Ende Jänner, dass Missbrauch von E-Mail und Internet Schaden anrichten, sowie Missverständnisse bis hin zu Vorurteilen und Konflikten auslösen könne.