18.04.2005

GRAUZONE

Firmenkritik in Weblogs problematisch

US-Arbeitgeber sind sich uneins über die Handhabung von Weblogs [Blogs].

Angestellte nützen das Online-Medium immer mehr, um über ihren Arbeitsplatz zu berichten und auch Kritik anzubringen.

Einige Unternehmen gehen jedoch so weit, dass sie die geäußerten Meinungen ihrer Angestellten zum Anlass nehmen, um eine Kündigung auszusprechen, berichtet die "New York Times" [NYT].

Experten bezeichnen dies als einen Eingriff von Unternehmensinteressen in individuelle Rechte. Arbeitnehmer müssen grundsätzlich jedoch aufpassen, wozu und wie sie im Web Stellung beziehen. Sie würden nämlich Redefreiheit mit der Freiheit von Konsequenzen verwechseln, die oftmals folgen.

Steuerung über Firmen-Blogs

Einige Firmen versuchen der Blogs Herr zu werden, indem sie adäquates Umfeld zur Verfügung stellen - wie etwa Sun Microsystems. Microsoft hat eigene Profis engagiert, die sich über das Unternehmen lustig machen und damit wieder Anhänger gewinnen.

Viele Unternehmen sehnen sich jedoch nach einer definierten, formal geregelten Blogging-Politik. Die meisten bis dato gültigen Ansichten, was geäußert werden darf und was nicht, gelten als "Common Sense" bei der Meinungsäußerung in Blogs.

Wenn es um die Preisgabe der Identität gibt, gehen die Meinungen wieder auseinander. Während einige auch hier Ehrlichkeit einmahnen, rät die Electronic Frontier Foundation zu Anonymität beim Auftreten in den Blogs.