Tauschbörsen kommen auf das Handy
Tauschbörsen sollen sich schon bald nicht mehr auf das Internet beschränken, sondern auch in öffentlichen Mobilfunknetzen funktionieren.
So könnten selbstkomponierte Klingeltöne, Digitalfotos oder kurze Videos schon bald auch via Handy getauscht werden.
Im Rahmen des Projekts "Mobile Peer-to-Peer" ist es Informatikern der Universität Würzburg nun gelungen, die Peer-to-Peer-Software "eDonkey" auf einem Handheld [Personal Digital Assistant, PDA] zum Laufen zu bringen.
Details zum Projekt "Mobile Peer-to-Peer"Auch im Nokia Research Center in Budapest hat man das aus dem Internet bekannte Peer-to-peer-Schema [P2P] für Mobiltelefone adaptiert und am Modell 6600 getestet. Nokias System arbeitet auf Handys mit GPRS-Funktion.
Filesharing vor dem Sprung aufs HandyFür UMTS-Betreiber interessant
"Die Betreiber von Mobilfunknetzen suchen derzeit nach Möglichkeiten, wie sie die Nutzung ihrer Systeme erhöhen können", so Tobias Hoßfeld von der Uni Würzburg. "Vor allem UMTS-Netzbetreiber mit ihren teuren Lizenzen wünschen sich Anwendungen, die das Potenzial der Technologie ausnutzen und attraktiv für die Benutzer sind."
Doch das mobile Filesharing wird wohl nie die Dimensionen des Internet-Pendents erreichen.
So ist der Druck der Unterhaltungsindustrie enorm gewachsen und die Netzbetreiber kontrollieren schon traditionellerweise genau, was heruntergeladen werden kann, da sie nichts vom lukrativen Mobile-Content-Markt verschenken wollen.
