MS lässt Service Pack 2 auf Firmen los
Manuell kann die SP2-Installation freilich weiter verhindert werden, indem man die automatische Update-Funktion deaktiviert. Dadurch bekommt man aber auch sonst keine Sicherheitsaktualisierungen mehr.
Eigentlich wurde das Service Pack 2 [SP2] bereits im vergangenen August für alle Nutzer von Windows XP freigegeben, um die Sicherheit des Betriebssystems zu erhöhen.
Das Update führte jedoch teilweise dazu, dass bestehende Programme nicht mehr funktionierten.
Daher stellte Microsoft einen Patch bereit, um Unternehmen, die das SP2 nicht sofort einführen wollten, vor einem automatischen Update zu schützen.
Hintergrund waren die Geschäftskunden, die ein Update-Desaster auf ihren oft Zehntausenden Computerarbeitsplätzen befürchteten.
Microsoft-Tool gegen Service Pack 2Viertel der Firmen bereits mit SP2
Das SP2 enthält alle Fehlerbehebungen des vorangegangenen Service Pack 1 und alle Patches, die bisher für XP veröffentlicht wurden. Ganze 870 Bugs kamen da seit Erscheinen von Windows XP zusammen.
Die meisten Firmen nehmen sich daher vor der SP2-Installation ausführlich Zeit zum Testen.
Laut einer AssetMetrix-Unfrage vom März in den USA und Kanada hat bisher ein Viertel der Unternehmen, die Windows XP einsetzen, das 250 MB große Sicherheitspatch eingespielt.
Das entspricht den Erwartungen von Microsoft. Im Februar gab der Softwarekonzern an, dass 77 Prozent der Unternehmenskunden planen, das Service Pack Mitte 2005 auf ihren Systemen zu verankern.
Kompatibilitätsliste
Microsoft selbst hat eine Liste von bekannter Software, die nach
der SP2-Installation Probleme bereitet, veröffentlicht.
Die Liste inkompatibler SoftwareWas das SP2 bringt
Zu den Neuerungen, welche das SP2 mitbringt, zählt das Security Center. Es ist über ein Symbol in der Task-Leiste [ein Schutzschild] ständig präsent.
Über das Security Center können die drei wesentlichen Sicherheitsstandbeine, Anti-Virus, Auto-Update und Firewall, zentral verwaltet werden.
Dem Nutzer wird via Ampelsystem gemeldet, welche Sicherheitsvorkehrungen auf dem Rechner bereits getroffen sind und welche noch ratsam wären.
Auch ein Pop-up-Blocker wird mitgeliefert und der Schutz vor versteckten Dialer-Downloads wurde verstärkt.
Service Pack 2 erzieht Nutzer zur Vorsicht
