04.04.2005

RÜCKZUG

Keine Toshiba-Handys mehr in China

Der japanische Toshiba-Konzern zieht sich vom stark wachsenden, aber auch heftig umkämpften chinesischen Mobilfunkmarkt zurück.

Toshiba habe seinen 33-prozentigen Anteil an dem gemeinsamen Mobilfunkunternehmen in China an den lokalen Partner Nanjing Putian verkauft, teilte der zweitgrößte Elektronikkonzern Japans mit. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Die Nachfrage nach technisch hochwertigen Handys ziehe in China langsamer an als erwartet, begründete ein Unternehmenssprecher den Ausstieg. Toshiba hatte das Joint Venture in China im Jahr 2000 mit Nanjing Putian und einer in Hongkong ansässigen Firma gegründet.

100 Mio. neue Handys im Vorjahr

China ist einer der größten Mobilfunkmärkte weltweit. Im vergangenen Jahr wurden dort rund 100 Millionen Handys verkauft, etwa 17 Prozent aller weltweit produzierten Mobiltelefone. Den großen internationalen Konzernen wie Nokia und Motorola, die den chinesischen Markt bisher dominierten, machen aber zunehmend die einheimischen Firmen wie Ningbo Bird und TCL Communication Konkurrenz.

Siemens hatte mit seinen Handys in China zuletzt einen Marktanteil von drei Prozent, will diesen im laufenden Geschäftsjahr aber auf sechs bis sieben Prozent verdoppeln.