China bleibt IT-Wachstumsmarkt
Die Aufholjagd der Chinesen in Sachen Informationstechnologie scheint noch lange nicht zu Ende.
Waren Ende 2004 94 Millionen Chinesen online, sollen es Ende 2005 bereits 120 Millionen Chinesen sein, berichtet die offizielle Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung eines Mitarbeiters des Informationsministeriums. Das würde einer Steigerung von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen.
China ist zudem der größte Telekom-Markt wenn es um die Zahl der Anschlüsse geht. Ende Jänner gab es 316 Millionen Festnetz-Anschlüsse und 340 Millionen Handy-Nutzer, so Xinhua weiter. Damit sind die Anschlüsse seit Dezember jeweils um 3,2 bzw. fünf Millionen gestiegen.
Bis Ende 2005 sollen laut Schätzungen 402 Millionen Chinesen mobil telefonieren, die Festnetz-Anschlüsse sollen auf 360 Millionen Stück steigen.
China ist derzeit der zweitgrößte PC-Markt, alleine 2004 wurden 16 Millionen Stück ausgeliefert. Heuer sollen noch mal 16 Prozent dazu kommen, so die US-Marktforscher IDC.
94 Millionen Netznutzer in ChinaScharfe Kontrollen
Während die Online-Nutzung kontinuierlich steigt und auch vom Staat begrüßt wird, verschärft die chinesische Regierung auf der anderen Seite aber auch die Kontrollen.
So werden am kommenden Samstag, wenn in der chinesischen Hauptstadt Peking die jährliche Sitzung des chinesischen Volkskongresses statt findet, die bereits strikten Netz-Kontrollen noch einmal verschärft.
Laut Xinhua werden 24 Stunden lang die Chat-Rooms und Foren der großen Online-Portale des Landes von Sicherheitskräften überwacht. Jede Nachricht werde rigide zensuriert und gefiltert, bevor sie im Netz erscheine.
Allein im letzten Jahr wurden rund 12.000 Netz-Cafes in China geschlossen.
