Kräftige Finanzspritze für Lenovo
Der chinesische PC-Hersteller Lenovo meldet eine Vereinbarung mit drei der weltweit führenden Private-Equity-Firmen, Texas Pacific Group, General Atlantic LLC und Newbridge Capital LLC, über die Tätigung einer strategischen Investition in Höhe von 350 Mio. Dollar für die Übernahme des PC-Geschäfts von IBM.
Von der gesamten bei dieser Platzierung erzielten Summe sollen etwa 150 Mio. Dollar für die Finanzierung der Akquisition aufgebracht werden. Der Rest wird zum allgemeinen Betriebskapital Lenovos hinzugefügt und für allgemeine Unternehmenszwecke zur Verfügung stehen. Diese strategische Transaktion bietet Lenovo alternative Finanzierungsquellen.
Lenovo hofft aber langfristig auch von der Erfahrung und den Strategien seiner Finanziers profitieren zu können.
Bevor die Kommission für Auslandsinvestitionen in den Vereinigten Staaten die Übernahme erlaubte, mussten Sicherheitsbedenken der amerikanischen Regierung wegen Wirtschaftsspionage ausgeräumt werden.
Lenovo darf IBMs PC-Sparte übernehmenTransaktion im zweiten Quartal
Lenovo gibt im Gegenzug für die Barmittel insgesamt 2,7 Millionen Vorzugsaktien sowie nicht notierte Optionsscheine für die Zeichnung von 237,4 Millionen Aktien im Wert von je 1.000 Hongkong-Dollar [99 Euro] aus.
Nach In-Kraft-Treten der Übernahme des PC-Geschäfts von IBM und dem Abschluss der Investition wird IBM etwa 800 Mio. Dollar in Barmitteln erhalten, ebenso wie Stammaktien Lenovos im Wert von 450 Mio. Dollar basierend auf dem Schlusskurs der Aktien am letzten Tag der Bekanntgabe im Dezember 2004.
Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2005 abgeschlossen werden.
