Datenverlust bei japanischen Großbanken
Japanische Großbanken haben mit Datenverlust zu kämpfen: Der japanischen Mizuho-Bank gingen auf einen Schlag persönliche Daten von rund 270.000 Anlegern verloren. Auch bei der Mizuho-Treuhandbank lösten sich in 6.900 Fällen gespeicherte Kundendaten wie in Luft auf. Das ganze sei offenbar ein Missgeschick gewesen, hieß es.
"Wir bedauern den Vorfall und werden gründliche Maßnahmen zum Schutz von Informationen ergreifen, damit so etwas nicht noch einmal passiert", sagte ein Mizuho-Sprecher laut japanischen Medien.
Unter den verloren gegangenen Daten befinden sich unter anderem die auf Mikrofilm gespeicherten Namen, Kontonummern und Saldostände von Anlegern.
Hinzu kommen Antragsformulare für Kartenkredite samt den Namen, Anschriften, Geburtsdaten, Arbeitsplätze und jährlichen Einkommen der Inhaber. Sie seien bei 167 Filialen verschwunden, teilte die Mizuho-Bank mit.
Das Institut gehört wie die Treuhandtochter zur Mizuho Financial Group, der Bilanzsumme nach die größte Bank der Welt. Interne Untersuchungen hätten keinen Hinweis erbracht, dass jemand die Daten entwendet haben könnte.
Erneut Datendiebstahl in den USAFälle mehren sich
Ein ähnliches Missgeschick war zuvor bereits der japanischen Niederlassung der amerikanischen Citibank unterlaufen. Dort waren im März vergangenen Jahres Informationen von 120.000 Konten verschwunden.
Anfang des Monats war zudem bekannt geworden, dass auch bei der Aozora-Bank Daten von 26.000 Kunden verschwunden waren.
