31.03.2005

"MISSGESCHICK"

Datenverlust bei japanischen Großbanken

Japanische Großbanken haben mit Datenverlust zu kämpfen: Der japanischen Mizuho-Bank gingen auf einen Schlag persönliche Daten von rund 270.000 Anlegern verloren. Auch bei der Mizuho-Treuhandbank lösten sich in 6.900 Fällen gespeicherte Kundendaten wie in Luft auf. Das ganze sei offenbar ein Missgeschick gewesen, hieß es.

"Wir bedauern den Vorfall und werden gründliche Maßnahmen zum Schutz von Informationen ergreifen, damit so etwas nicht noch einmal passiert", sagte ein Mizuho-Sprecher laut japanischen Medien.

Unter den verloren gegangenen Daten befinden sich unter anderem die auf Mikrofilm gespeicherten Namen, Kontonummern und Saldostände von Anlegern.

Hinzu kommen Antragsformulare für Kartenkredite samt den Namen, Anschriften, Geburtsdaten, Arbeitsplätze und jährlichen Einkommen der Inhaber. Sie seien bei 167 Filialen verschwunden, teilte die Mizuho-Bank mit.

Fälle mehren sich

Ein ähnliches Missgeschick war zuvor bereits der japanischen Niederlassung der amerikanischen Citibank unterlaufen. Dort waren im März vergangenen Jahres Informationen von 120.000 Konten verschwunden.

Anfang des Monats war zudem bekannt geworden, dass auch bei der Aozora-Bank Daten von 26.000 Kunden verschwunden waren.