Datensicherung durch Mehrfachkopien
Die Sicherung wichtiger Daten kann man laut Meinung von Sicherheitsexperten gar nicht ernst genug nehmen.
"Am besten macht man zwei oder drei Kopien und lagert diese an verschiedenen Orten", sagt Andreas Hoffmann von Primera, einer auf Duplizier- und Drucksysteme spezialisierten Firma. Das betreffe nicht nur die Daten von Unternehmen, sondern auch alle privaten Dokumente wie Fotos und Videos.
Schließlich sind Festplatten und Sicherungskopien nicht von unbegrenzter Lebensdauer.
Schon beim Brennen der CD wird laut Hoffmann oft der erste Fehler gemacht, wenn zum Beispiel die Verify-Funktion des Brennprogramms aus Bequemlichkeit abgeschaltet werde. Diese überprüft, ob auch alle Daten auf die CD gebrannt wurden.
Wie die Datenrettungsfirma Kuert ihrer Statistik entnimmt, steigt die Frequenz der Datenverluste auf Notebooks im Winter signifikant.
Der Winter ist des Notebooks TodFalsche Lagerung von CDs
Auch wer seine CD einfach in PVC-Hüllen lagere oder Notizen mit einem normalen Filzstift auf der CD anbringe, brauche sich nicht zu wundern, wenn der Datenträger eines Tages unlesbar sei, sagt Hoffmann.
Die Probleme träten nicht sofort, sondern mit Verzögerung auf. Das PVC löse allmählich die Beschichtung der CD auf, und beim Filzstift dringe der Farbstoff auch erst mit der Zeit in die Speicherschicht ein.
"Es macht sich niemand bewusst, in welcher gewaltigen Abhängigkeit wir von den digitalen Medien stecken", sagt Hoffmann.
Firmen würden das in den nächsten Jahren noch aus einem anderen Grund merken, denn sie müssen ihre Steuerunterlagen in digitaler Form zehn Jahre lang aufbewahren, in Österreich sind sieben Jahre verplichtend. "Das dürfte noch einige Probleme geben", erwartet Hoffmann.
