Ermittlungen gegen Ex-Fujitsu-Manager
Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt ermittelt gegen drei Ex-Manager der europäischen PC-Sparte von Fujitsu wegen des Verdachts der Untreue,
des Betrugs und der Bilanzfälschung. Die Vorwürfe reichen in die Zeit vor der Fusion mit der Computer-Sparte von Siemens zurück.
Einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" [Freitagausgabe] zufolge sollen die Führungskräfte die Fujitsu Computer GmbH 1999 um mindestens fünf Millionen Euro betrogen haben.
Zwei Verdächtige säßen bereits in Untersuchungshaft, einer seit dem 28. Dezember, der zweite bereits seit dem 7. November 2004.
Zu Details der Vorwürfe wollte sich die Ermittlungsbehörde nicht äußern. "Wir sind in den Ermittlungen relativ weit. In absehbarer Zeit ist mit einem Abschluss der Untersuchung zu rechnen", sagte ein Sprecher.
Europas größter PC-Hersteller Fujitsu Siemens wollte sich nicht zu dem Fall äußern, da die Untersuchungen noch laufen. "Die Staatsanwaltschaft ermittelt auf Grund einer Anzeige von uns aus dem Jahr 2000. Das Verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen", sagte eine Sprecherin nur.
Gute Zahlen von Fujitsu SiemensUm den Betrug zu verschleiern, wurde dem Zeitungsbericht zufolge die Bilanz der Fujitsu GmbH mittels eines ungedeckten Schecks manipuliert. Damit sei der Wert der 1999 in das Gemeinschaftsunternehmen mit Siemens eingebrachten Fujitsu GmbH wesentlich geringer gewesen als von den Vertragsparteien angenommen.
Der Fortbestand von Fujitsu Siemens Computers sei aber nie gefährdet gewesen, da Fujitsu sich verpflichtet habe, den Schaden zu ersetzen, berichtet die Zeitung weiter.
