11.03.2005

BILANZSKANDAL

Deutsche Bank legt WorldCom-Streit bei

In der Affäre um den Zusammenbruch des US-Telekomkonzerns WorldCom hat sich nun auch die Deutsche Bank Klagen geschädigter Anleger mit der Zahlung von 325 Millionen Dollar [242,4 Millionen Euro] aus dem Weg geräumt.

Mit dem Vergleich sei keinerlei Schuldeingeständnis verbunden, teilte Deutschlands größtes Finanzinstitut am Donnerstag in New York mit. Investoren, die WorldCom-Anleihen vor der Bilanzaffäre des Telekommunikationsunternehmens kauften, hatten rund 20 Investmentbanken verklagt, die für die Ausgabe der Papiere mit verantwortlich waren.

Sie werfen ihnen vor, die Bilanzen von WorldCom nicht ausreichend überprüft zu haben. Durch den Vergleich muss die Deutsche Bank ihren Gewinn aus dem vergangenen Jahr nach unten korrigieren. Er liegt nun mit 2,472 Milliarden Euro 74 Millionen Euro niedriger als zunächst angegeben.