Bank of America legt WorldCom-Streit bei
Mit einer Zahlung von gut 460 Millionen Dollar hat die Bank of America am Donnerstag den Rechtsstreit mit Inhabern von Anleihen des zusammengebrochenen Telekom-Konzerns WorldCom beigelegt.
Inhaber von WorldCom-Papieren hatten dem Institut vorgeworfen, mitverantwortlich für den Bilanzbetrug des seit April 2004 als MCI auftretenden Telekom-Unternehmens gewesen zu sein.
Die Bank habe die Anleihen verkauft, obwohl sie hätte wissen können, dass WordCom seine finanzielle Situation falsch darstellte, lautete der Vorwurf.
Im vorigen Jahr hatte bereits der weltgrößte Finanzkonzern Citigroup in einem entsprechenden Verfahren Anleger mit 2,58 Milliarden Dollar entschädigt, aber kein Fehlverhalten in ihren Geschäftsbeziehungen zu WorldCom eingestanden.
Druck auf weitere Banken
Mit der Einigung mit der Bank of America wächst der Druck auf 14
andere Institute, darunter die zweitgrößte US-Bank J.P. Morgan und
die Deutsche Bank, entsprechende Regelungen zu treffen.
Ex-WorldCom-Chef im ZeugenstandDer ehemals zweitgrößte US-Telekomanbieter von Fernverbindungen - mittlerweile in MCI umbenannt - hatte im Juli 2002 Gläubigerschutz beantragt und damit weltweit für die bislang größte Firmenpleite gesorgt. In den Bilanzen des Unternehmens waren Fehlbuchungen über elf Milliarden Dollar aufgedeckt worden.
