10.03.2005

CINETRADE

Swisscom darf Filmvermarkter kaufen

Die Schweizer Wettbewerbskommission [Weko] hat den Kauf einer Beteiligung des Schweizer Telekom-Anbieters Swisscom an dem Filmrechtevermarkter Cinetrade ohne Auflagen zugelassen.

Die Anhaltspunkte für eine Begründung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung auf dem Pay-TV-Markt oder dem Markt für Erstaustrahlungen hätten sich nicht bestätigt, teilte die Weko mit. Die Cinetrade-Gruppe umfasst den Pay-TV-Anbieter Teleclub, die KITAG Kino Theater AG sowie den Homevideo-Anbieter PlazaVista.

Die Beteiligung an Cinetrade erleichtert Swisscom den Einstieg ins Filmgeschäft und damit die Ergänzung ihrer Kernaktivitäten Telefonie und Internet mit Fernsehen [Triple Play].

Die Swisscom hat zudem im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn leicht zugelegt.

Mehr Gewinn, Umsatz stagniert

Der Umsatz stieg um 0,3 Prozent auf zehn Mrd. Franken [6,4 Mrd. Euro]. Der Reingewinn kletterte um 1,6 Prozent auf 1,6 Mrd. Franken.

2004 schrumpfte das EBITDA-Ergebnis um 2,2 Prozent auf 4,4 Mrd. Franken. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen [EBIT] ging um vier Prozent auf 2,705 Mrd. sFr zurück. Die Zahl der Mitarbeiter wurde um 602 auf 15.477 reduziert.

Das Swisscom-Festnetz verzeichnete 2004 einen Rückgang um einen Prozent und erreichte einen Umsatz von 4,555 Mrd. Franken. Ende 2004 zählte Swisscom 802.000 ADSL-Anschlüsse. Das Segment Mobiltelefonie steigerte den Umsatz um 4,8 Prozent auf 3,678 Mrd. Franken. Die Kundenzahl erreichte 3,679 Mio., drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Da sich 124.000 Prepaid-Kunden nicht wie vorgeschrieben registrieren ließen, deaktivierte Swisscom ihre Anschlüsse Ende 2004.

Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde und Monat [ARPU] blieb mit 81 Franken auf dem Vorjahresniveau.