Swisscom darf Filmvermarkter kaufen
Die Schweizer Wettbewerbskommission [Weko] hat den Kauf einer Beteiligung des Schweizer Telekom-Anbieters Swisscom an dem Filmrechtevermarkter Cinetrade ohne Auflagen zugelassen.
Die Anhaltspunkte für eine Begründung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung auf dem Pay-TV-Markt oder dem Markt für Erstaustrahlungen hätten sich nicht bestätigt, teilte die Weko mit. Die Cinetrade-Gruppe umfasst den Pay-TV-Anbieter Teleclub, die KITAG Kino Theater AG sowie den Homevideo-Anbieter PlazaVista.
Die Beteiligung an Cinetrade erleichtert Swisscom den Einstieg ins Filmgeschäft und damit die Ergänzung ihrer Kernaktivitäten Telefonie und Internet mit Fernsehen [Triple Play].
Die Swisscom hat zudem im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn leicht zugelegt.
Im Zentrum der Prüfung stand die Frage nach allfälligen aus der vertikalen Verbindung der Pay TV Plattform von Teleclub mit der Infrastruktur von Swisscom hervorgehenden Verbundvorteilen.
Swisscom muss mit Cinetrade-Kauf wartenMehr Gewinn, Umsatz stagniert
Der Umsatz stieg um 0,3 Prozent auf zehn Mrd. Franken [6,4 Mrd. Euro]. Der Reingewinn kletterte um 1,6 Prozent auf 1,6 Mrd. Franken.
2004 schrumpfte das EBITDA-Ergebnis um 2,2 Prozent auf 4,4 Mrd. Franken. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen [EBIT] ging um vier Prozent auf 2,705 Mrd. sFr zurück. Die Zahl der Mitarbeiter wurde um 602 auf 15.477 reduziert.
Das Swisscom-Festnetz verzeichnete 2004 einen Rückgang um einen Prozent und erreichte einen Umsatz von 4,555 Mrd. Franken. Ende 2004 zählte Swisscom 802.000 ADSL-Anschlüsse. Das Segment Mobiltelefonie steigerte den Umsatz um 4,8 Prozent auf 3,678 Mrd. Franken. Die Kundenzahl erreichte 3,679 Mio., drei Prozent mehr als im Vorjahr.
Da sich 124.000 Prepaid-Kunden nicht wie vorgeschrieben registrieren ließen, deaktivierte Swisscom ihre Anschlüsse Ende 2004.
Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde und Monat [ARPU] blieb mit 81 Franken auf dem Vorjahresniveau.
Swisscom erwartet für 2005 einen gleich bleibenden konsolidierten Umsatz von rund zehn Mrd. Franken und ein EBITDA von etwa 4,2 Mrd. Franken. Das Unternehmen will 2005 weitere Aktien im Umfang von zwei Mrd. Franken zurückkaufen und schüttet pro Aktie 14 Franken Dividende aus, ein Franken mehr als 2003.
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